Bad Bentheimer Jahreswechsel: „Viel getan, viel zu tun“

"Viel getan, viel zu tun" – unter diesem Motto steht für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Heiner Beernink der Jahreswechsel 2018/2019 aus kommunalpolitischer Sicht. Gemeinsam mit dem CDU-Ortsvorsitzenden Marcel Speker, der 1. stellvertretenden Bürgermeisterin Adele Januschewski und dem Ratsvorsitzenden Focko Wintels warf er nun den Blick zurück auf das Geleistete und auf die Herausforderungen der kommenden Monate.

Der nun vorliegende Doppelhaushalt trage zu weiten Strecken die Handschrift auch der CDU – sagte er mit Blick auf den Einstieg in die Sanierungen von Klosterstraße und Nordhorner Weg. Klar sei für ihn auch: "Wir haben den Planungen für eine Mega-Oberschule am Standort der jetzigen Realschule gleich eine doppelte Absage erteilt: Für ein Bestehen von Haupt- und Realschule nebeneinander an einem neuen Standort zwischen den Stadtteilen im Hagelshoek." Besonders froh sei er über den guten Kompromiss, der in Sachen Armin Franzke-Halle erreicht werden konnte – und über die Art und Weise wie dieser erreicht wurde: "Wir haben hier ein ehrliches Ringen um die beste Lösung, gemeinsam mit den Sportvereinen, der Politik und den Bürgerinnen und Bürgern in Gildehaus erlebt. Das war im besten Sinne Werbung für politische Prozesse – auch in der Kommune", so Beernink.

Focko Wintels, der nicht nur Ratsvorsitzender, sondern auch sportpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, war am Zustandekommen dieses Kompromisses eng beteiligt. Er lobt vor allen Dingen die gesellschaftspolitischen Chancen des Zusammenwachsens der Stadtteile, die sich nun ergeben: "Für uns war das Bekenntnis der Sportvereine maßgeblich, die sich für einen gemeinsamen Standort für ihre Gymnastikräume zwischen den Stadtteilen an einem möglichen neuen Schulstandort ausgesprochen haben. Das fördert das Zusammenwachsen von Bentheim und Gildehaus spürbar."

Die Abteilung "Viel zu tun" nahm der Vorsitzende der CDU Bad Bentheim, Marcel Speker, in den Blick: "Der aufwändig durchgeführte Stadtentwicklungsprozess ist bislang noch in zu vielen Bereichen ohne spürbare Auswirkungen geblieben. Wir brauchen schnell und kurzfristig die nötigen Schlussfolgerungen, um etwa die Probleme der Bentheimer Innenstadt, die Verkehrsführung oder die Parkraumproblematik, die sich insbesondere auch durch verschiedene Neubauprojekte ergeben, konsequent und zielgerichtet anzugehen." Viel zu tun sei außerdem auch noch bei der Modernisierung der Stadtverwaltung: "Es ist sehr schade, dass sich nach unserem ausführlichen Leitantrag hierzu immer noch nichts getan hat. Die engagierten Mitarbeiter haben deutlich bessere Rahmenbedingungen verdient, als sie sie im Moment vorfinden", so Speker. Zudem gebe es gerade bei der Digitalisierung noch viel Luft nach oben. Auch das Bürgerbüro in Gildehaus lasse immer noch auf sich warten, "dabei ist doch gerade für ältere Menschen eine Verwaltung der kurzen Wege so wichtig."

Adele Januschewski, 1. stellvertretende Bürgermeisterin, machte deutlich, dass sich Bad Bentheim zukünftig auch als soziale Stadt positionieren müsse: "Wir sind nicht nur Tourismus- und Kulturstadt, wird sind auch Wohnort für viele Menschen, die unsere Hilfe als Gesellschaft brauchen. Es ist unsere Aufgabe hier passenden, bezahlbaren Wohnraum und die entsprechenden Hilfen bereit zu stellen. Dazu gehört auch eine vernünftige Unterstützung der Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen. Da hilft aber keine Gießkanne, da muss man dann schon genau hinschauen, denn letztlich kann jeder Euro nur einmal ausgegeben werden."

Mit Blick auf die größte parteipolitische Herausforderung in 2019 waren sich Beernink, Januschewski, Speker und Wintels auch einig: "Wir wollen in 2019 mit der Europa- und der Landratswahl im kommenden Mai zwei Wahlen erfolgreich bestreiten, also unseren Beitrag dazu leisten, dass Jens Gieseke nach Brüssel fährt und Uwe Fietzek im Kreishaus in Nordhorn künftig noch mehr Verantwortung übernimmt."