Bahnhofsumfeld: Brücke kleiner bauen und Einsparungen in weitere Schulwegsicherheit investieren

IMG_8141-nAuf Intervention der CDU hat die Stadtverwaltung eingelenkt und ihre Planungen hinsichtlich der zukünftigen Brücke über die B 403 am Bahnhof überdacht und revidiert: Die Brücke, die insbesondere zur Erhöhung der Schulwegsicherheit für die Schülerinnen und Schüler des Burggymnasiums beitragen wird, wird kommen. Sie muss aber nicht mehr mit einer Breite von 5,50 Metern, sondern lediglich von 4 Metern gebaut werden. Dadurch reduzieren sich die Baukosten um mehrere zehntausend Euro. Die frei werdenden Mittel sollten möglichst für die Erhöhung der weiteren Schulwegsicherheit zwischen Brücke und Burggymnasium eingesetzt werden.

"Wir haben uns intensiv mit den Planungen zur Neugestaltung des Bahnhofsareals befasst und sind dabei zu dem Schluss gekommen, dass bei der Brücke über die B403 erhebliches Sparpotential zu verzeichnen sei", erläutert CDU-Ratsherr Willi Klinge. Erste Hinweise der CDU habe die Verwaltung noch mit Hinweis auf einschlägige Richtlinien abgewiesen: Man gehe von einer Spitzennutzung jeden Schultag zwischen 13:20 Uhr und 13:30 Uhr aus. In dieser Zeit rechne man mit rund 300 Schülern. Gleichzeitig soll auch Fahrradverkehr für beide Richtungen auf der Brücke möglich sein. Darum sei eine Brückenbreite von 5,50 Metern rechtlich geboten.

"Wir waren von Anfang an gleich aus mehreren Gründen der Meinung, dass den örtlichen Gegebenheiten nicht ausreichend Rechnung getragen wurde. Die weitaus meisten „Fietsenschüler“ nehmen den Weg über die Hetlage zum Gymnasium. Fußgänger und Radfahrer kommen sich kaum in die Quere“, erläuterte Klinge. Es gelte zu verhindern, dass hier ein Baudenkmal errichtet wird, das im nächsten Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes zur Recht gegeißelt werde. Gleichzeitig stehe für die CDU fest, dass eine Brückenverbindung an der Stelle eine ganz entscheidende Bedeutung für die Schulwegsicherheit der Kinder habe. Es sei aber nicht verhältnismäßig, wenn sich die gesamte Dimensionierung an einer Spitzennutzung von zehn Minuten pro Schultag orientiere.

"Die Brücke wird nicht so lang sein, als dass es den Radfahrern nicht zumutbar wäre, zum Zweck der Brückenüberquerung vom Drahtesel abzusteigen", so der Fraktionsvorsitzende der CDU, Hermann Schulze-Berndt. Jedenfalls freue sich die CDU, dass die Stadtverwaltung auf ihre Bedenken und Anregungen letztlich eingegangen ist. In diesem Zusammenhang machten Vorstandsmitglied Marcel Speker und Klinge den Vorschlag, die freiwerdenden Mittel zur Verbesserung des neuen Schulwegs auf dem weiteren Weg zum Gymnasium zu verwenden.