Balkenende und Pöttering für ein neues Verhältnis von Markt und Moral
Christdemokratisches Europafest in der Bentheimer Burg
BAD BENTHEIM. Der niederländische Ministerpräsident Dr. Jan Peter Balkenende (CDA) und der Präsident des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering (CDU), haben sich für ein neues Verhältnis von Markt und Moral ausgesprochen. Dies sei eine der wichtigsten Lehren aus der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, erklärten beide Politiker während eines christdemokratischen Europafestes in der Bentheimer Burg. Es führe kein Weg daran vorbei, soziale und ökologische Belange in der Marktwirtschaft stärker zu verankern.

europafest 2009
Einig waren sich beide Redner in der Einschätzung, dass die europäische Zusammenarbeit der einzige Weg sei, die derzeitige Krise zu meistern. Alleingänge brächten keine Abhilfe. Nur mit der grenzübergreifenden Abstimmung und Unterstützung komme man weiter.
Hans-Gert Pöttering verwies auf die Rolle des Euro. Die gemeinsame Währung habe zuletzt „größere Turbulenzen" verhindert. Sie sei das Ergebnis beharrlicher Bemühungen gewesen.
Der Präsident des EU-Parlaments erklärte: „Heute hat das Recht die Macht in Europa und nicht umgekehrt. Das ist, verglichen mit früheren Zeiten, ein gewaltiger Fortschritt".
Gastgeber des Festes in der Bentheimer Burg war der CDU-Kreisverband Grafschaft Bentheim. Sein Vorsitzender, der Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers (Wietmarschen-Lohne), konnte viele prominente Gäste begrüßen, unter ihnen Landrat Friedrich Kethorn (Nordhorn), den stellvertretenden Präsidenten des Euregio-Rates, Günter Alsmeier (Bad Bentheim), die niederländische Europa-Abgeordnete Maria Martens (Brüssel/Straßburg) sowie Erbprinz Ferdinand von Bentheim und Steinfurt.