Defizite im Rathaus mit Blick auf Bürgerbüro und Digitalisierung

„Nun hat die Stadtverwaltung gutachterlich schwarz auf weiß, was die CDU Bad Bentheim bereits in einem Antrag vor zwei Jahren beklagt hat: Das Fehlen eines Bürgerbüros und die Rückständigkeit in Sachen Digitalisierung und E-Government“, erklärt der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Hermann Schulze-Berndt mit Blick auf die Erkenntnisse aus der jüngsten Ratssitzung. Leider habe sich hierzu, obwohl die Herausforderungen bekannt waren, in den vergangenen Jahren nichts bewegt.

„Gerade bei den Herausforderungen des E-Governments muss man das Rad nicht neu erfinden – es gibt genug Beispiele von Systemen, die auch in kleineren Kommunen optimal funktionieren und einen enormen Mehrwert bedeuten“, ergänzt der Bad Bentheimer CDU-Vorsitzende, Marcel Speker. Dabei gehe es nicht nur um mehr Komfort, sondern ganz konkret auch um eine Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Gerade im Antragsbereich sind die Möglichkeiten der Digitalisierung am größten. Aber auch Services wie Melderegisterauskunft oder Fundsachenverwaltung bieten größere Potenziale“, so Speker. Gerade in diesen Tagen habe beispielsweise die Stadtverwaltung in Münster in ihrem Ausländeramt ein Online-Tool zur Terminvereinbarung freigeschaltet. Dort habe sich quasi über Nacht eine spürbare Entlastung der Mitarbeiter eingestellt. Durch solche Maßnahmen könne Luft geschaffen werden für andere Aufgaben innerhalb der Verwaltung: „Der Gutachter hatte für Bad Bentheim beispielsweise auch angeregt, die Mitarbeiter des Treff 10 von ihren Verwaltungsaufgaben zu entlasten. Die durch eine konsequente Umsetzung von E-Government-Elementen frei werdenden Kapazitäten könnten das dann beispielsweise übernehmen und so die Qualität der Arbeit im Treff 10 weiter steigern“, schlägt Speker vor.

Die Einrichtung eines Bürgerbüros als erste Anlaufstelle ist für Hermann Schulze-Berndt ein Mindeststandard an Bürgernähe. Es sei nicht mehr zeitgemäß, wenn die Bürger für jede Dienstleistung zwingend ins Rathaus gehen müssen um sich dort dann noch bis zum richtigen Ansprechpartner durchzufragen: „Das machen andere Kommunen seit Jahren besser und es wird wirklich Zeit, dass wir da endlich nachziehen“, so Schulze-Berndt.