Schwimm-Nudel statt Quietsche-Entchen: Schwimmen lernt man nicht in der Badewanne

„Franziska van Almsick hat Recht, wenn sie vor den Gefahren der Schwimmbadschließungen für den Schwimmunterricht warnt. Schwimmen lernt man nicht in der Badewanne“, sagt Heidrun Euskirchen. Sie ist nicht nur Mitglied der CDU-Ratsfraktion, sondern auch Vorsitzende der DLRG-Ortsgruppe Bad Bentheim und hat mit ihrem Team schon mehreren Kindergenerationen die ersten Schwimmzüge beigebracht. Gemeinsam mit Marcel Speker, Vorsitzender der CDU Bad Bentheim, fordert sie für die Zeit nach dem Schwimmbad-Lockdown mehr Zeiten und Bahnen für die Schwimmausbildung zur Verfügung zu stellen – zumindest bis der Nachfrage-Berg abgearbeitet sei.

„Wir werden vermutlich ein komplettes Schulungsjahr verlieren. Das können wir, neben dem weiter bestehenden Bedarf, nicht einfach so aufholen. Sonst müssten wir die Kapazitäten für ein Jahr verdoppeln – das ist nicht zu leisten“, so Euskirchen. Optimistisch geschätzt könne man den Nachfrage-Stau innerhalb von drei Jahren aufarbeiten. Das ehrenamtlich tätige DLRG-Schulungsteam sei dazu bereit, einen zeitlichen Mehraufwand zu investieren, wenn auch die Stadt entsprechend Zeiten und Schwimmflächen bereit stellt: „Wir brauchen zum Beispiel am Samstag morgen eine ganz klare Regelung, dass das Sportbecken im Badepark den Touristen und sonstigen Besuchern erst ab 12 Uhr zur Verfügung steht. Die Sicherheit unserer Kinder muss uns das wert sein“, so Euskirchen. Sie kündigte an, entsprechende Gespräche kurzfristig mit dem Badepark aufnehmen zu wollen. Marcel Speker würdigte die Arbeit der DLRG in Bad Bentheim im Bereich der Schwimmausbildung: „Die DLRG ist die einzige Einrichtung, die ehrenamtlich Schwimmkurse durchführt und ein großartiges Beispiel dafür, wie ehrenamtliches Engagement eine wichtige gesellschaftliche Stütze sein kann. Zusammen mit den übrigen Angeboten, auch des Badeparks, leisten sie einen riesigen Beitrag zur Erhöhung der Schwimmkenntnisse von Kindern.“