Günter Alsmeier: Aufwärts mit Bad Bentheim!

In meiner Antrittsrede als Bürgermeister vor 4 1/2 Jahren bezeichnete ich die Konsolidierung der Finanzen als wichtigste Aufgabe der Legislaturperiode. Dabei habe ich einer Aufgabenreduzierung und Privatisierung das Wort geredet und in dem Zusammenhang die Abwasserbeseitigung, die Dorfgemeinschaftshäuser, Sportplätze und den Fremdenverkehr genannt.

Die Abwasserbeseitigung wurde auf den Trink- und Abwasserverband übertragen. Das Dorfgemeinschaftshaus Sieringhoek betreibt der Schützenverein. TuS und SV haben in Eigenregie Sportplätze und Umkleidegebäude errichtet. Der SV baut in diesem Jahr das Vereinsheim auf eigene Rechnung. Die SG hat in bewährter Art die Flutlichtanlage selbst installiert. Der Fremdenverkehr wird mit einem Eigenbetrieb gestaltet.

Zu Beginn der Legislaturperiode drohte uns eine Schuldenlast von 41,5 Mio. DM. Am Ende des Haushaltsjahres 2001 werden die Schulden unter 17 Mio. DM. betragen. Der Zinsaufwand in diesem Jahr wird bei 1 Mio. DM liegen. 1996 waren es 2,2 Mio. DM mit steigender Tendenz.

Aber die Zeit der Haushaltskonsolidierung ist noch lange nicht vorbei. Der Vermögenshaushalt 2001 finanziert sich mit 3 Mio. DM fast zur Hälfte aus Grundstücksverkäufen. Hinzu kommen 400.000 DM für die Verwertung von Ökopunkten aus dem Konto Syenvenn. Nur rund 13 % dieses Erlöses werden zur Tilgung von Schulden verwandt. Deshalb dürfen wir im bevorstehenden Wahlkampf nicht leichtfertig Versprechen machen, die nach der Wahl nicht eingehalten werden können. Wer mit dem Füllhorn über das Land geht, versündigt sich an der Zukunft.

Und trozdem geht es aufwärts in unserer Stadt:
– 16 % mehr Übernachtungen im Jahr 2000,
– immer mehr Tagesgäste,
– viel Burg- und Stadtführungen,
– großer Ferienpark bei "Gut Langen" in Sicht,
– Verbesserungen am Kurbad,
– zusätzliche Rad- und Wanderwege,
– mehr als 5000 Arbeitsplätze in Bad Bentheim,
– neue Räume für städtische Schulen (Klassenzimmer, Pausenhallen),
– mehr Geld für Kinderspielplätze,
– Erweiterung und Renovierung des Kindergartens an der Ernst-Buermeyer-Straße,
– neue Räume und Fahrzeuge für die Feuerwehren,
– Fortsetzung der Innenstadtsanierung,
– neue Straßenbeleuchtungen an der Hengeloer Straße in Gildehaus sowie an der Suddendorfer Straße in Bentheim,
– rege ehrenamtliche Tätigkeit z.B. in den Vereinen und Kirchenengemeinden,
– neues Sandsteinmuseum am Schlosspark, Sanierung des geologischen Freiluftmuseums in Gildehaus,
– Wohnbauflächen am Weidenweg, an der Müst, bei Pieper-Werning und am "Alten Kamp",
– neue Flächen für Gewerbebetriebe am Bahnhof,
– erfolgreiche Vermarktung des Gewerbegebietes an der K26/A30 in Westenberg,
– Geld für neue Sportplätze und Vereinsräume,
– Eröffnung des Otto-Pankok-Hauses in Gildehaus,
– Einrichtung eines Kulturetats.

Glücklicherweise ist das alles nicht nur "auf dem Mist" der CDU gewachsen. Das zu behaupten, wäre vermessen. Die Stadtverwaltung, der Stadtrat, der Landkreis und viele Bürgerinnen und Bürger haben ihre Anteile an den Fortschritten. Als Mehrheitsfraktion im Rat hat die CDU die Weichen gestellt und entsprechende Beschlüsse ermöglicht. Weil nicht soviel Geld da war und ist, wie wir uns das eigentlich wünschen, konnten nicht alle Sachen erledigt werden. Aber wenn wir den eingeschlagenen Kurs fortsetzen, geht es weiter aufwärts!