Günter Alsmeier will sein Hobby zum Beruf machen – Kandidat der CDU sieht sich in der Favoritenrolle

27. August 2001

Artikel von Peter Zeiser in den Grafschafter Nachrichten vom 28. Aug. 2001

Bad Bentheim. „Kommunalpolitik ist immer mein Hobby gewesen", sagt Günter Alsmeier. Und das will der Kandidat der Bad Bentheimer CDU jetzt zum Beruf machen. Er möchte in seiner Heimatstadt der erste hauptamtliche Bürgermeister werden.

Gute Chancen dafür sieht er. Als Bewerber der größten Stadtratsfraktion mit jahrzehntelanger kommunalpolitischer Erfahrung, zudem noch ausgestattet mit dem Bonus des ehrenamtlichen Bürgermeisters, wird ihm die Favoritenrolle im Rennen um den Chefsessel im Rathaus zugeschrieben. Und die nimmt der 54-Jährige selbstbewusst an. „Trotzdem kämpfe ich um jede Stimme", stellt er klar, um nicht den geringsten Anschein von Überheblichkeit und Lässigkeit aufkommen zu lassen.

Etwas dem Zufall überlassen – das war noch nie die Sache von Günter Alsmeier. Mit Fleiß und Zielstrebigkeit hat der ehemalige Volks- und Handelsschüler den beruflichen Aufstieg beim Finanzamt geschafft, wo er als Amtsrat eine besondere Position einnimmt. Seine politische Heimat fand der Sohn eines selbstständigen Tischlermeisters ebenso wie sein Vater schon in jungen Jahren bei der CDU. Seit 27 Jahren gehört er dem Stadtrat an und übernahm immer wieder Verantwortung in Partei und Fraktion. Seit 1996 gehört er auch dem Kreistag an. Für das neue Amt, das er anstrebt, fühlt sich der Christdemokrat denn auch bestens geeignet. Im Umgang mit Behörden und Verwaltungen habe er viele Erfahrungen gesammelt, betont er im Gespräch mit den GN.

Muss jemand überhaupt noch Wahlkampf machen, der ohnehin schon ständig in der Öffentlichkeit steht und von vielen Mitbürgern auf der Straße geduzt wird? Für Günter Alsmeier stellt sich diese Frage nicht. Die Entwicklung seiner Heimatstadt interessiere ihn immer, sagt er. Und damit auch die Politik vor Ort, das Bemühen, die richtigen Entscheidungen für die Stadt zu treffen. Deswegen mache ihm auch der Wahlkampf Spaß. Und der sei nicht zuletzt wichtig, um auf die Bedeutung der bevorstehenden Wahl hinzuweisen und somit für eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu sorgen.

Aufwändiger als bei der letzten Kommunalwahl sei der Wahlkampf der Bad Bentheimer CDU nicht – trotz Bürgermeisterwahl. Die Termine wie die Wahlwerbung auf dem Wochenmarkt oder vor Verbrauchermärkten hielten sich in Grenzen. Alsmeier: „Als Bürgermeister bin ich mehr gefordert." Aufgefallen ist dem 54-Jährigen, dass sich die Bürger mehr für die Geschehnisse vor Ort interessieren als vor dem letzten Urnengang.

Teamarbeit und Bürgernähe – das sind so etwas wie zwei Schlüsselworte, die für den CDU-Kandidaten untrennbar mit der politischen Arbeit verbunden sind und für ihn einen ständigen Auftrag bedeuten. Nur im Bemühen um Gemeinsamkeit in Verwaltung und Rat („Ich bin kein Mensch einsamer Beschlüsse") und um größtmögliche Akzeptanz ist für ihn letztlich erfolgreiches Wirken zum Wohle der Stadt möglich. „Das heißt aber nicht, auch auf die letzte abweichende Meinung Rücksicht zu nehmen", schränkt Alsmeier ein.

Für den Bürger will er immer ansprechbar sein. Eine Bürgermeistersprechstunde sei deswegen überflüssig und von ihm bei seinem Amtsantritt als ehrenamtlicher Bürgermeister vor fünf Jahren auch abgeschafft worden. Wer ein dringendes Anliegen habe, der erreiche ihn immer, denn die Verwaltung gebe in solchen Fällen seine Handynummer weiter.

Sollte er gewählt werden, dann will sich der 54-Jährige als erstes den städtischen Haushalt vornehmen. „Der wird sofort auf den Tisch kommen, um Klarheit zu haben und frühzeitig Beschlüsse umsetzen zu können."

Doch noch ist es nicht so weit. Und dem ersten Wahltag könnte ein zweiter, eine Stichwahl am 23. September, folgen. Bei vier Kandidaten werde es schwer, schon im ersten Durchgang das Ziel zu erreichen, weiß auch Alsmeier. Auf jeden Fall ist er zuversichtlich, dass er am Ende siegen wird.

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