Neubürger sollen in Bad Bentheim „Schecks" erhalten – Stadt will Begrüßungsaktion starten

Artikel von Peter Zeiser aus den Grafschafter Nachrichten vom 6. August 2002

Bad Bentheim. Die Einwohnerzahl der Stadt Bad Bentheim hat die 15000 gerade überschritten (die GN berichteten). Ein Zufall ist es nicht, dass eine niederländische Familie für das Erreichen dieser Zahl gesorgt hat, denn die großen Neubaugebiete der Stadt – derzeit vor allem in Gildehaus – sind seit einiger Zeit Anziehungspunkt für zahlreiche Häuslebauer aus dem Nachbarland. Kirchengemeinden, Parteien, Schulen, Vereine und Verbände bereiten deshalb für Sonnabend, 7. September, einen „Willkommenstag" in Gildehaus vor unter dem Motto „Gemeinsames Zugehen auf Zugezogene".

Im Rathaus werden diese Integrationsbemühungen ausdrücklich begrüßt. Auch dort wird überlegt, wie den neuen Mitbürgern – das sind nicht nur Niederländer – der Neuanfang erleichtert werden kann. Erörtert wird derzeit, wie diesem Personenkreis künftig die öffentlichen Einrichtungen der Stadt, aber auch die vielfältigen Angebote von Handel, Handwerk, Gewerbe und Gastronomie näher gebracht werden können. Gedacht wird daran, Neubürgern ein so genanntes Willkommens-Scheckheft mit Gutscheinen zu überreichen. Es soll ihnen bei der Anmeldung im Einwohnermeldeamt überreicht werden und dem Inhaber beispielsweise einmalige Vergünstigungen für einen Besuch von Bädern, Burg, Museen oder weiteren Einrichtungen bieten.

Vergleichbare Angebote für Neubürger kann sich die Stadt Bad Bentheim auch im kommerziellen Bereich vorstellen. Bürgermeister Günter Alsmeier hat deshalb an insgesamt 200 Gewerbebetriebe und Gastronomen geschrieben, um zu erfahren, ob es eine Bereitschaft zum Mitmachen gibt. Die Adressaten werden gefragt, ob sie sich eine Beteiligung an einer solchen Gemeinschaftsaktion vorstellen können. Die ersten, positiven Antworten sind bereits bei der Verwaltung eingegangen.
Im Rathaus wird gedacht an „Preisnachlässe, kleine Präsente oder Überraschungen, die anziehend auf die neuen Einwohner wirken und die Neugierde wecken". Um eine Antwort beziehungsweise ein konkretes Angebot für Neubürger bittet der Bürgermeister spätestens bis zum kommenden Sonnabend, 10. August.