Aufwärts mit Bad Bentheim

Am 9. September 2001 wurde eine für meine Heimatstadt Bad Bentheim wichtige Entscheidung getroffen. Für den Stadtrat erzielte die CDU ein bisher in Bad Bentheim unübertroffenes Ergebnis. Mit 55,37 (vor 5 Jahren 45,31)% erzielte die CDU eine komfortable absolute Mehrheit. Auf die anderen Parteien entfielen: SPD 35,31 (40,46)%, GRÜNE 5,59 (8,59)% FDP 3,74 (5,64)%. Das ergibt folgende Sitzverteilung: CDU 17 (15), SPD 11 (13), Grüne 1 (2), FDP 1 (1) von 30 (31).

60,03 % der Wähler wählten mich zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister.
Auf die Mitbewerber entfielen: Wilfried Schnitker (SPD) 30,5 %, Michael Aßmann (Grüne) 6,8 %, Jörg Dehnert (FDP) 2,6 %.
Für das mir bei der Wahl entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich bei allen Wählerinnen und Wählern. Das Ergebnis, das Realität geworden ist, ist ein Erfolg, von dem ich nicht zu träumen gewagt habe. Es ist für mich eine Herausforderung und eine Verpflichtung, dieses Vertrauen umzusetzen, umzusetzen in Pläne, Perspektiven, kurzfristige und mittelfristige Konzepte.

Wichtig ist mir die Weiterentwicklung des Fremdenverkehrs. Dazu gehört auch die Attraktivitätssteigerung der Ortskerne. Ein gut ausgebautes Wirtschaftswegenetz kann auch für Radtouristen anziehend sein. Das Gewerbegebiet an der A 31 soll erweitert werden, und an der A 30/B 403 sehe ich mit einem neuen Gewerbegebiet gute Entwicklungsmöglichkeiten. Ich werde meine Kraft und meine Erfahrungen für die Entwicklung meiner Heimatstadt einsetzen. Dabei setze ich vor allem aber auch auf den offenen Dialog mit allen Bürgerinnen und Bürgern. Denn nur gemeinsam mit den Menschen und Institutionen der Stadt können wir die Zukunft Bad Bentheims gestalten.

Der großartige gemeinsame Wahlerfolg ist auf die erfolgreiche Zusammenarbeit der Fraktion und des Vorstandes der Bad Bentheimer CDU zurückzuführen. Die Kandidatinnen und Kandidaten der CDU für die Kommunalwahl haben gemeinsam für den Wahlerfolg gearbeitet. Dies ist dank der Harmonie, die die Zusammenarbeit bestimmte, gelungen. Es hat Spaß gemacht, mit dieser homogenen Gruppe zusammen zu arbeiten. Leider können nicht alle Bewerber im Rat vertreten sein. Bei den Bewerbern, denen es nicht gelungen ist, einen Sitz im Stadtrat zu erlangen, bedanke ich mich ganz besonders. Auch sie haben einen beachtlichen Beitrag zum Erfolg geleistet.

In der neuen CDU-Fraktion wird es neun neue Gesichter geben. Gemeinsam mit den acht „alten Hasen" werden wir die Zukunft unserer Stadt gestalten. Das gute Wahlergebnis ist ein Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Es wird uns aber nicht übermütig machen. Denn die Verantwortung für unsere Stadt tragen wir gemeinsam mit den Vertretern der anderen Parteien.

Die sogenannten Wahlkampfthemen haben bei den Diskussionen der Bürgermeisterkandidaten kaum Differenzen erkennen lassen. Das macht mich optimistisch für die Zukunft. Allen Ratsdamen und Ratsherren biete ich unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit eine vertrauensvolle Zusammenarbeit an. Lassen Sie uns gemeinsam dafür Sorge tragen, dass es mit Bad Bentheim weiter aufwärts geht.

Absolute CDU-Mehrheit im Kreis – Partei legt um 4,1 auf 50,7 Prozent zu – Kethorn: "Ein Freudentag"

Nachricht von Rolf Masselink aus den Grafschafter Nachrichten vom 10. Sept. 2001

Nordhorn. Die CDU hat bei den Wahlen zum Grafschafter Kreistag einen klaren Sieg eingefahren und kann im Kreistag künftig allein die Politik bestimmen: Sie legte gegenüber 1996 um 4,1 Prozent zu und holte mit 50,7 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit. Die SPD fiel um 2,6 auf 34,6 Prozent zurück und verfehlte ihr Ziel, zusammen mit kleinen Parteien eine neue Mehrheit im Kreistag zu schmieden, deutlich.

Erstmals im Kreistag vertreten sein wird die Schüttorfer Wählergruppe "Bürger für Bürger".

Im Verlaufe eines unerwartet langen Auszählmarathons kristallisierte sich gestern abend der Wahlerfolg der CDU immer deutlicher heraus. Gut zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale waren zwar noch nicht einmal die Hälfte der 132 Wahlbezirke in der Grafschaft ausgezählt, der positive Trend für die CDU und ihr uneinholbarer Vorsprung vor der SPD waren aber zu diesem Zeitpunkt bereits klar zu erkennen.
Dennoch dauerte es noch bis 22.20 Uhr, bis Kreisvorsitzender Friedrich Kethorn im Foyer der Kreisverwaltung das vorläufige Endergebnis mit den Worten kommentieren konnte: "Das ist ein Freudentag für die Grafschafter CDU". 4,1 Prozentpunkte hinzu gewonnen, 2863 Stimmen mehr als 1996, da konnte der CDU-Kreisvorsitzende wahrlich von einem tollen Ergebnis sprechen und als Erster "seinen" bisherigen und künftigen Landrat Paul Ricken in die Arme schließen.
Für die SPD endete dieser Wahlsonntag mit einer unerwartet deutlichen Niederlage. Wie wenig es den Sozialdemokraten gelang, ihr Wählerpotenzial zu mobilisieren, zeigt nicht nur ihr Stimmanteil von 34,6 Prozentpunkten. Viel drastischer noch drücken die absoluten Stimmenzahlen die Niederlage der SPD aus: 12471 Stimmen weniger als 1996 konnten die Sozialdeokraten verbuchen.
SPD-Fraktionssprecher Gerd Will zollte der CDU Respekt für ihren klaren Sieg. Er räumte auch ein, dass es der SPD nicht gelungen sei, ihre Wähler zu mobilisieren. Die absolute Mehrheit der CDU nannte er einen Vorteil. Sie könne nun zeigen, welche Politik sie für die Grafschaft machen will und könne sich "nicht mehr hinter kleinen Gruppenpartnern verstecken".
Die CDU verfügt im Kreistag künftig über eine klare absolute Mehrheit der Sitze. Sie errang 27 Mandate, zwei mehr als bisher. Die SPD verliert zwei Sitze. Anders als bisher werden die kleinen Parteien im künftigen Kreistag als Mehrheitsbeschaffer keine Rolle mehr spielen. Zwar werden sowohl die Bündnisgrünen als auch die FDP wie bisher jeweils zwei Kreistagsmandate stellen. Die FDP konnte sogar ganz leicht auf 5,2 Prozent der Stimmen zulegen. Sie hat ihr Wahlziel damit aber ebenso wenig erreicht wie die Grünen, die um 1,7 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent zurückfielen. Kreisvorsitzender Dieter Kunert sprach von einem "sehr enttäuschenden" Ergebnis. Die Ökopartei sei nach einem "Zwischenhoch" 1996 nun auf den Stand von 1991 zurückgefallen. Kunert: "Wir müssen hart arbeiten, damit wir wieder nach oben kommen".
Die FDP wird im künftigen Kreistag ausgerechnet mit jenen beiden Politikern vertreten sein, die im parteiinternen Personenstreit der vergangenen Woche die Gegenspieler beider Lager waren: In der Obergrafschaft holte Gert Aalken das eine, in der Niedergrafschaft Jan-Herm Warsen das andere Mandat für die Liberalen. Der FDP-Kreisvorsitzende Heinrich Wübbels büßte sein Kreistagsmandat ein. Er räumte am Abend ein, die FDP habe ihr Wahlziel, die Zahl ihrer Mandate zu verdoppeln, klar verfehlt.
Bis kurz vor dem Ende der Auszählung hatte es noch so ausgesehen, als könne die FDP ein drittes Mandat gewinnen. Das aber ging schließlich an die Unabhängige Wählergemeinschaft UWG. Für sie wird Lucas Lamann wieder in den Kreistag einziehen.
Mit einem Sitz im Kreistag vertreten sein wird auch die Schüttorfer Wählergemeinschaft "Bürger für Bürger". Sie war nur in der Obergrafschaft angetreten, errang dort aber 3476 Stimmen und damit ein so gutes Ergebnis, das einem kreisweiten Stimmanteil von 2,0 Prozent entspricht.

Ergebnisse der Bürgermeisterwahl

Die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl finden Sie hier.

Wahlkampfabschluss mit bunten Luftballons und viel Optimismus – Grafschafter CDU rechnet mit gutem Ergebnis am Wahltag

Artikel von Peter Zeiser in den Grafschafter Nachrichten vom 6. Sept. 2001

Bad Bentheim. Fünf Tage vor der Wahl hat die Grafschafter CDU am späten Dienstagnachmittag in Bad Bentheim den Kommunalwahlkampf offiziell abgeschlossen. Rund 50 Parteimitglieder, Mandatsträger, Kandidaten und auch einige Bürger kamen im Schlosspark zum lockeren Gespräch an Bistrotischen und Infoständen zusammen

Immer wieder wurden bunte Luftballons mit dem CDU-Wahlkampfmotto ,Zu Hause fängt die Zukunft an – Gemeinsam unsere Grafschaft gestalten" auf ihren Weg zum Horizont geschickt. Der herbeigeschaffte Heißluftballon musste allerdings wegen des schlechten Wetters am Boden bleiben.

Der guten Stimmung bei den Christdemokraten tat dies jedoch keinen Abbruch. ,Ich bin sicher, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen werden", meinte etwa der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Bernd Busemann, der am Abend auch noch Gast einer Diskussionsveranstaltung im Hotel Berkemeyer war. Die Motivation innerhalb der CDU ist nach seinen Worten gut.

Das unterstrich auch der Kreisvorsitzende Friedrich Kethorn. Er sprach von einer sehr großen Geschlossenheit bei der CDU und folgerte: ,Das ist Zustimmung für unser Programm und für unsere Kandidaten."

Mit 420 Kandidaturen, das seien 50 mehr als bei der SPD, habe die Grafschafter CDU einen Rekord aufgestellt, sagte Kethorn weiter. Er wertete dies als ,gutes Omen" für das Ergebnis am Wahltag. An die Mitglieder appellierte er, bis zum 9. September in ihrem Einsatz nicht nachzulassen, damit ,klare Mehrheiten für eine klare Politik" in der Grafschaft zustande kommen. Mit großem Nachdruck sprach sich Kethorn noch einmal gegen die Ausweisung von Sondergebieten für Massentierhaltung aus, da die bäuerlichen Familienbetriebe eine Entwicklungschance behalten müssten.

Dem Bad Bentheimer CDU-Bürgermeisterkandidaten Günter Alsmeier war es vorbehalten, bei der Veranstaltung im Schlosspark das Schlusswort zu sprechen. Der Wahlkampf habe ihm Spaß gemacht, betonte er und fügte hinzu: ,Wir waren eine homogene Mannschaft." Alsmeier war es auch vorhehalten, die Gewinner eines (späteren) Fluges mit dem Heißluftballon zu ziehen. Es sind Helma Ott und Hubert Quaing aus Bad Bentheim sowie Jan Ensink, Bürgermeister von Hoogstede.

"Gesetzgeber lässt Doppelkandidatur ausdrücklich zu" – Alsmeier weist Kritik der SPD zurück

Artikel aus den Grafschafter Nachrichten vom 6. Sept. 2001

Bad Bentheim. Bürgermeister Günter Alsmeier hat die Kritik der Bad Bentheimer SPD an seiner Doppelkandidatur für ein Stadtratsmandat und das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters zurückgewiesen. Der Gesetzgeber lasse diese Möglichkeit ausdrücklich zu, sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend während einer öffentlichen Veranstaltung im Hotel Berkemeyer.

Auch viele SPD-Bewerber haben Alsmeier zufolge von der Möglichkeit der Doppelkandidatur Gebrauch gemacht, beispielsweise der sozialdemokratische Bürgermeisterkandidat in Wietmarschen. Der CDU-Kandidat erklärte weiter: ,Selbstverständlich strebe ich das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters an. Sonst hätte ich mich nicht beworben. Für den Stadtrat kandidiere ich, weil ich – wie in der Vergangenheit – auch bereit wäre, ehrenamtlich mitzuarbeiten, um meine Erfahrungen zum Wohle der Stadt weiter einzubringen. Ich möchte auf jeden Fall dem zukünftigen Rat angehören und an der Gestaltung meiner Heimatstadt mitwirken. Nach Gesetzeslage gehört der hauptamtliche Bürgermeister dem Rat an."

Kritik übte Alsmeier an den Äußerungen der SPD zur Sportförderung. 1995, als noch ein Sozialdemokrat Bürgermeister gewesen sei, habe die Stadtverwaltung den Auftrag erhalten, über eine finanzielle Beteiligung der Vereine an den Betriebskosten der Sportstätten zu verhandeln. Dies sei vor dem Hintergrund der schwierigen Haushaltslage geschehen.

Am 13. März 1996 habe der Sportausschuss einen politischen Rahmen festgelegt. SPD-Ratsherr Heinz Roß, damals noch Vorsitzender des TuS Gildehaus, sei Mitglied dieses Gremiums gewesen. Mit den Vorsitzenden der großen Sportvereine habe die Verwaltung eine Einigung erzielen können, und die meisten Ratsmitglieder (einschließlich der SPD) hätten zugestimmt. Zwischen 1996 und 1998 hätten die Vereine tatsächlich ihre Kostenanteile gezahlt. Dadurch hätten sie die mündliche Vereinbarung mit der Stadt anerkannt. Dieses Verfahren mündlicher Verabredungen werde im Übrigen auch in anderen Fällen von den Vereinen in Anspruch genommen, etwa bei der Nutzung von Sportstätten.

Wörtlich sagte Alsmeier: ,Es ist bedauerlich, dass sich die SPD an Vereinbarungen, die vor fünfeinhalb Jahren unter ihrer Mitwirkung getroffen wurden, nicht mehr erinnert". Diese ,Gedächtnislücke" schade der Suche nach einer tragfähigen Lösung für die Zukunft.

Günter Alsmeier will sein Hobby zum Beruf machen – Kandidat der CDU sieht sich in der Favoritenrolle

Artikel von Peter Zeiser in den Grafschafter Nachrichten vom 28. Aug. 2001

Bad Bentheim. "Kommunalpolitik ist immer mein Hobby gewesen", sagt Günter Alsmeier. Und das will der Kandidat der Bad Bentheimer CDU jetzt zum Beruf machen. Er möchte in seiner Heimatstadt der erste hauptamtliche Bürgermeister werden.

Gute Chancen dafür sieht er. Als Bewerber der größten Stadtratsfraktion mit jahrzehntelanger kommunalpolitischer Erfahrung, zudem noch ausgestattet mit dem Bonus des ehrenamtlichen Bürgermeisters, wird ihm die Favoritenrolle im Rennen um den Chefsessel im Rathaus zugeschrieben. Und die nimmt der 54-Jährige selbstbewusst an. "Trotzdem kämpfe ich um jede Stimme", stellt er klar, um nicht den geringsten Anschein von Überheblichkeit und Lässigkeit aufkommen zu lassen.

Etwas dem Zufall überlassen – das war noch nie die Sache von Günter Alsmeier. Mit Fleiß und Zielstrebigkeit hat der ehemalige Volks- und Handelsschüler den beruflichen Aufstieg beim Finanzamt geschafft, wo er als Amtsrat eine besondere Position einnimmt. Seine politische Heimat fand der Sohn eines selbstständigen Tischlermeisters ebenso wie sein Vater schon in jungen Jahren bei der CDU. Seit 27 Jahren gehört er dem Stadtrat an und übernahm immer wieder Verantwortung in Partei und Fraktion. Seit 1996 gehört er auch dem Kreistag an. Für das neue Amt, das er anstrebt, fühlt sich der Christdemokrat denn auch bestens geeignet. Im Umgang mit Behörden und Verwaltungen habe er viele Erfahrungen gesammelt, betont er im Gespräch mit den GN.

Muss jemand überhaupt noch Wahlkampf machen, der ohnehin schon ständig in der Öffentlichkeit steht und von vielen Mitbürgern auf der Straße geduzt wird? Für Günter Alsmeier stellt sich diese Frage nicht. Die Entwicklung seiner Heimatstadt interessiere ihn immer, sagt er. Und damit auch die Politik vor Ort, das Bemühen, die richtigen Entscheidungen für die Stadt zu treffen. Deswegen mache ihm auch der Wahlkampf Spaß. Und der sei nicht zuletzt wichtig, um auf die Bedeutung der bevorstehenden Wahl hinzuweisen und somit für eine möglichst hohe Wahlbeteiligung zu sorgen.

Aufwändiger als bei der letzten Kommunalwahl sei der Wahlkampf der Bad Bentheimer CDU nicht – trotz Bürgermeisterwahl. Die Termine wie die Wahlwerbung auf dem Wochenmarkt oder vor Verbrauchermärkten hielten sich in Grenzen. Alsmeier: "Als Bürgermeister bin ich mehr gefordert." Aufgefallen ist dem 54-Jährigen, dass sich die Bürger mehr für die Geschehnisse vor Ort interessieren als vor dem letzten Urnengang.

Teamarbeit und Bürgernähe – das sind so etwas wie zwei Schlüsselworte, die für den CDU-Kandidaten untrennbar mit der politischen Arbeit verbunden sind und für ihn einen ständigen Auftrag bedeuten. Nur im Bemühen um Gemeinsamkeit in Verwaltung und Rat ("Ich bin kein Mensch einsamer Beschlüsse") und um größtmögliche Akzeptanz ist für ihn letztlich erfolgreiches Wirken zum Wohle der Stadt möglich. "Das heißt aber nicht, auch auf die letzte abweichende Meinung Rücksicht zu nehmen", schränkt Alsmeier ein.

Für den Bürger will er immer ansprechbar sein. Eine Bürgermeistersprechstunde sei deswegen überflüssig und von ihm bei seinem Amtsantritt als ehrenamtlicher Bürgermeister vor fünf Jahren auch abgeschafft worden. Wer ein dringendes Anliegen habe, der erreiche ihn immer, denn die Verwaltung gebe in solchen Fällen seine Handynummer weiter.

Sollte er gewählt werden, dann will sich der 54-Jährige als erstes den städtischen Haushalt vornehmen. "Der wird sofort auf den Tisch kommen, um Klarheit zu haben und frühzeitig Beschlüsse umsetzen zu können."

Doch noch ist es nicht so weit. Und dem ersten Wahltag könnte ein zweiter, eine Stichwahl am 23. September, folgen. Bei vier Kandidaten werde es schwer, schon im ersten Durchgang das Ziel zu erreichen, weiß auch Alsmeier. Auf jeden Fall ist er zuversichtlich, dass er am Ende siegen wird.

"Haus der Diakonie" in Bad Bentheim eröffnet – Diakonischer Dienst schuf Räume für die Kurzzeitpflege – "Neubau echter Gewinn für die Stadt"

Artikel von Peter Zeiser in den Grafschafter Nachrichten vom 27. Aug. 2001

Bad Bentheim. Mit dem Neubau neben seiner Sozialstation in der Straße "Am Wasserturm" beendet der von den evangelischen Kirchengemeinden gegründete Diakonische Dienst seinen Umzug in die Innenstadt. Bisherige Standorte waren anfangs das "Paulinchen" und danach die Pension "Altes Wasserwerk". Dort wird Mitte dieser Woche die so genannte Kurzzeitpflege aufgegeben, denn im Stadtzentrum entstanden dafür 17 neue Plätze.

Zwei Millionen Mark hat der Diakonische Dienst in seine neuen Räume investiert. Damit will die diakonische Einrichtung nach den Erläuterungen des Beiratsvorsitzenden Ludwig Weinberg ihre bewährte Arbeit fortführen und zugleich neue Wege gehen. In Bad Bentheim wolle man ein besonderes Angebot verwirklichen. Es bestehe in der "lokalen Kombination" von Sozialstation, Kurzzeitpflege und Service-Wohnen in jeweils eigenständigen Häusern. Die angrenzende neue Seniorenwohnanlage auf dem früheren Feuerwehrgelände mit ihren 32 Wohnungen für ältere Menschen, die zum Teil schon belegt ist, werde vom Diakonischen Dienst betrieben. Die Nachbarschaft dieser drei Einrichtungen biete Vorteile für die Mitarbeiter als auch für die Bewohner.

Einen Anspruch auf stationäre Kurzzeitpflege haben Pflegebedürftige, wenn für einen begrenzten Zeitraum die häusliche Pflege nicht erbracht werden kann und auch eine teilstationäre Pflege nicht möglich ist. Die Kurzzeitpflege gewährt eine 24-stündige Versorgung in einer dafür zugelassenen Einrichtung.

"Der Kauf des Hauses war ein schwerer Brocken, aber wir sind zuversichtlich, es mit Gottes Hilfe zu schaffen", sagte Weinberg und bedankte sich bei der Stadt für die gute Zusammenarbeit und bei der Firma Gels, Müller & Partner aus Nordhorn für die zügige Arbeit. Manfred Müller und Erwin Veenhuis als Vertreter dieses Unternehmens, das auch die große Service-Wohnanlage errichtet hat, übergaben zur Eröffnung den symbolischen Schlüssel an die Mitarbeiterinnen in der Kurzzeitpflege des Diakonischen Dienstes.

Die enormen Anforderungen, die das Bauprojekt stellte, umriss Firmenmitinhaber Gels. In exponierter Lage seien attraktive Wohnungen für ältere Menschen geschaffen worden, sagte er. Der Neubau revidiere viele herkömmliche Vorstellungen von Seniorenpflege.

Beeindruckt von dem Neugeschaffenen zeigte sich Bürgermeister Alsmeier. Die neuen Gebäuden, in die insgesamt zehn Millionen Mark investiert worden seien, würden zur weiteren Belebung der Innenstadt beitragen. Der Diakonische Dienst habe mit der Konzentration seiner Angebote in der Innenstadt eine richtige Entscheidung getroffen. Professionalität, Weitsicht und Engagement bescheinigte er den Verantwortlichen und den Mitarbeitern der diakonischen Einrichtung, die wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur am Ort sei und an Bedeutung immer mehr zunehmen werde.

Begonnen hatte die Eröffnungsfeier des Hauses der Kurzzeitpflege mit einer Andacht von Pastor im Ruhestand Helmut Müller aus Gildehaus. Nach seinen Worten lebt in jeder Hilfereichung in dem neuen Haus das Evangelium von dem Gott, der uns Menschen gut ist und zugute handelt. Die entstandene Einrichtung sei ein "unübersehbares Zeichen des Evangeliums, der guten Botschaft von dem Gott der Gnade und des Erbarmens".

Die Glückwünsche des Diakonischen Werkes in Leer an die Planer und Handwerker des "diakonischen Großprojektes" übermittelte Wolfgang Wagenfeld. Dem neuen Angebot der Diakonie in der Kurzzeitpflege ist nach seinen Worten ein gelungener Rahmen gegeben worden. Die Investoren hätten Mut bewiesen und unter Beweis gestellt, machte Wagenfeld deutlich, dass auch in Zeiten großer wirtschaftlicher Zwänge neue Projekt angepackt werden könnten zum Wohle der Hilfebedürftigen.

"Dies ist ein besonderer Tag für alle, denen der Diakonische Dienst am Herzen liegt", freute sich Pastor Hans-Jürgen Schmidt aus Bad Bentheim, der im Namen aller Obergrafschafter Kirchengemeinden zur Eröffnung gratulierte. Der Neubau solle ein lebendiges Zeugnis für gelebten Glauben sein. "Diakonie ist gelebter Glaube, Glaube konkret", fügte Schmidt hinzu.

"Innenstadt Bad Bentheims ist attraktiver geworden"

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 23. Aug. 2001

Die Innenstadt in Bad Bentheim ist nach Auffassung von Bürgermeister Günter Alsmeier attraktiver geworden. ,Mehr Bürger und immer mehr Gäste fühlen sich wohl in der Innenstadt", sagte der CDU-Politiker am Dienstag nach einer Betriebsbesichtigung. ,Noch anziehender" werde das Zentrum, wenn die Stadtsanierung abgeschlossen sei

Alsmeier: ,Während der weiteren Entwicklungsplanung ist eine offene Bebauung westlich der Bahnhofstraße ergebnisoffen zu prüfen. In der Stadt wird es keinen Investitionsstau geben."

Der im Mai 1997 eingeweihte neue Rathausplatz werde von den anliegenden Gewerbetreibenden angenommen, so der Ratsvorsitzende. Den Wochenmarkt habe man ,gegen den sehr schnell überwundenen Widerstand der Marktbeschicker und einiger Bürger" mitten in die Stadt verlegt. Auch im Umfeld des Platzes habe sich inzwischen vieles entwickelt, was zur Belebung beigetragen habe. Die Familie Grossfeld hat nach Auffassung Alsmeiers mit der Eröffnung einer Gaststätte einen Coup gelandet. Der gastronomische Betrieb finde weit über die Grenzen der Stadt hinaus Beachtung. Die ehemalige ,Kaufmannsche Villa" werde inzwischen voll in die Hotelnutzung einbezogen. Außerdem sei das Stammhaus des Hotels um einen Bettentrakt erweitert worden. Auf dem ehemaligen Feuerwehrgelände stehe der Bau von 33 Wohnungen für ,Betreutes Wohnen", erstellt mit einem Kostenaufwand von 10 Millionen Mark, kurz vor dem Abschluss. Das Diakonische Werk werde vom Wochenende an die Kurzzeitpflege in dieser zentralen Lage anbieten.
In einer Presseerklärung weist der Bürgermeister noch auf weitere Projekte im Zentrum hin. So habe die Volksbank mit ihrem Neubau einen städtebaulichen Akzent gesetzt und ein Bentheimer nicht nur ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude erhalten, sondern mit dem Restaurant ,Zapata" eine Angebotslücke geschlossen. Die Einrichtung eines Cafés mit Außenterrasse bei der Burg durch die Familie Tietmeyer sei ebenfalls eine gelungene Umnutzung. Ziehe man den Kreis noch weiter, sei die Wohnanlage in der Lessingstraße zu erwähnen und das ,Betreute Wohnen" an der Diana mit ebenfalls 33 Wohnungen. Außerdem sei das DRK-Altenpflegeheim für fast 20 Millionen Mark renoviert worden.
Trotz der Strukturveränderung stünden in der Wilhelmstraße nur wenige Geschäftsräume leer, betont der Bürgermeister. Einige Nachbarstädte habe es ,schlimmer getroffen". Dies bestätige auch ein Gutachten der IHK. Danach hätten in der Grafschaft nur Bad Bentheim und Wietmarschen den Abfluss von Kaufkraft stoppen können. Der Ferienpark ,Landgut Bad Bentheim" werde die Strukturveränderung beschleunigen und für einen Nachfrageschub sorgen. Einen weiteren Anstoß für die Entwicklung der Innenstadt erwartet der Bürgermeister, wenn im Jahre 2004 das Finanzamt in einen Neubau an der Neustadtstraße verlegt wird. Die frei werdenden Immobilien seien mit den anderen städtischen Grundstücken in die Planung einzubeziehen.
Alsmeier kündigt an, auch die partielle Bebauung westlich der Bahnhofstraße auf die Tagesordnung zu setzen, weil einige Bürger und Gewerbetreibende der Innenstadt dies angeregt hätten. Die Sozialdemokraten warnte er vor einer vorschnellen Ablehnung. Die Bürger hätten einen Anspruch auf eine ernsthafte Diskussion. Weder der Rat noch seine Ausschüsse hätten sich bisher damit befasst.
Einen ,Investitionsstau" werde es nicht geben, weil die wesentlichen Käufe und Verkäufe von Immobilien durch die Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft (GEG) erledigt würden, erklärt der Bürgermeister weiter. Die im Februar 1997 gegründete GEG habe ,sehr erfolgreich" gearbeitet. Von ihr seien aufgrund der steigenden Nachfrage fast 200 Grundstücke erschlossen und vermarktet worden. Dies sei ein Zeichen für eine günstige Preisgestaltung. Der städtische Haushalt werde nicht belastet. Erschließung und Finanzierung seien in eigener Regie der GEG erfolgt. Die Investitionen von mehr als 20 Millionen Mark würden nicht im Haushalt der Stadt, sondern über die Konten der Gesellschaft abgewickelt. Die privatrechtlich geführte Gesellschaft sei flexibler als eine Behörde. Außerdem seien die Kosten mit der kaufmännischen Buchführung besser zu überwachen.
Alsmeier reagiert mit seinen Äußerungen auf Vorwürfe der SPD, die von einem ,Stillstand" in der Entwicklung der Innenstadt gesprochen hatte (die GN berichteten). Auch der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Hermann Schulze-Berndt, kritisiert die Haltung der SPD. Echte Fortschritte in der Stadtentwicklung würden ,aus parteitaktischen Gründen" übersehen, umsetzbare Vorschläge über das Erreichte hinaus seien von der SPD-Fraktion in den vergangenen fünf Jahren im Rat nicht eingebracht worden.

Lukas-Mühle wird zum Hartmann-Museum

Peter Zeiser in den Grafschafter Nachrichten vom 18. Aug. 2001

Gildehaus. Friedrich Hartmann ist am 15. Dezember 2000 im Alter von 88 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Schon in den letzten Jahren konnte er wegen seiner Krankheit kaum noch in sein Atelier gelangen. Die Lukas-Mühle war der Mittelpunkt seines Lebens als Künstler in Gildehaus und ein Anziehungspunkt für viele seiner Freunde. Deshalb wollte er, dass sie auch nach seinem Tod in der von ihm hinterlassenen Form mit dem Atelier und einer Gemäldesammlung interessierten Besuchern, insbesondere aber seinen Freunden von nah und fern zugänglich bleibt.
Der von Friedrich Hartmann zum Testamtentsvollstrecker ernannte Günter Tangenberg aus Gildehaus bemühte sich, die testamentarischen Anordnungen in die Tat umzusetzen. Für die geplante Gründung des Museums, das natürlich den Namen des Verstorbenen tragen soll, ist ein Rechtsträger nötig. Deswegen wird ein Idealverein gegründet. Das geschieht am 14. September um 20 Uhr im "Niedersächsischen Hof" in Gildehaus. Tangenberg hofft, möglichst viele Freunde des verstorbenen Malers begrüßen zu können. Es sei ihm leider nicht möglich gewesen, jeden persönlich einzuladen. Willkommen bei der Gründungsversammlung sei jeder Interessierte.
Vereinszweck soll neben der Trägerschaft insbesondere der Betrieb des Museums sein und dabei die Einrichtung und Unterhaltung einer Gemäldeausstellung mit Hartmanns Werken sowie die Auflistung aller von dem Künstler angefertigten Werke, wozu auch die Gestaltung von sakralen Räumen gehört. Tangenberg: "Der Verein wird lange zu tun haben, das umfangreiche Gesamtwerk Hartmanns zu erfassen."
Wann das Museum eröffnet wird, steht noch nicht fest. "Sicher werden noch einige Monate ins Land gehen, bis es soweit ist", sagte Tangenberg am Dienstag bei der Vorstellung des Projekts in der Lukas-Mühle, woran auch Vertreter der Stadt und die Frau des verstorbenen Malers, Margret Hartmann-Hafner, teilnahmen. Der Eröffnungstermin werde insbesondere davon abhängen, hieß es, wann die noch erforderlichen Arbeiten vorgenommen werden können. Dazu gehören ein Wasseranschluss, die Nachrüstung der sanitären Anlagen und die Fortführung der Straßenbeleuchtung bis zur Mühle.
Die Kosten dafür in Höhe von 37000 Mark, inklusive einer Anschubfinanzierung, übernimmt die Stadt. Der städtische Verwaltungsausschuss hat dem künftigen Museumsverein auch zugesichert, die Bewirtschaftungskosten – pro Jahr etwa 7000 Mark – zu übernehmen. Damit ist die wirtschaftliche Existenz des geplanten Museums in einem wesentlichen Bereich gesichert.
Nach den Worten von Bürgermeister Günter Alsmeier wäre das Projekt ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich. Mit dem Museum werde ein zusätzlicher Anziehungspunkt in der Stadt geschaffen und auch dem Konzept des Landkreises, der eine dezentrale Museumsstruktur will, entsprochen. Stadtdirektor Jürgen Bußmann wies darauf hin, dass das städtische Verkehrsamt eine "Kulturroute" für den Ortsteil Gildehaus erarbeiten und dazu eine Broschüre herausbringen werde. Damit sollen Interessierte auch zu Gebäuden geführt werden, bei denen weitere Hartmann-Arbeiten wie Mosaiken zu sehen sind. Die reformierte Kirche und die Friedhofskapelle in Gildehaus gehören etwa dazu.
Die 1720 aus Bentheimer Sandstein errichtete Gildehauser West-Windmühle, die kurz vor Kriegsende nach dem Beschuss durch kanadische Truppen völlig ausbrannte, hatte Hartmann 1948 erworben und ausgebaut. Er benannte sie nach dem Evangelisten Lukas, der im Mittelalter von den Lukas-Gilden als Schutzpatron der Maler verehrt wurde. Bis 1963 hat der in Siegen geborene Maler die Mühle auch mit seiner fünfköpfigen Familie bewohnt. Danach diente sie dem Künstler ausschließlich als Atelier.
In den vergangenen Jahren war es still geworden in der Mühle, da der Maler schwer erkrankte. In seinem Atelier waren Besucher stets willkommen. Der Künstler hatte nach den Worten Tangenbergs immer Zeit für Gespräche und ermöglichte es jedem Besucher, eines seiner Gemälde zu erwerben, wobei er beim Kaufpreis auf die finanziellen Möglichkeiten seiner Freunde Rücksicht nahm.
Ab September 1999 wurde das Innere der Lukas-Mühle in mühevoller Arbeit restauriert und eine Gasheizung installiert. Die Arbeiten sind im Wesentlichen abgeschlossen. Mit großem Engagement sorgte Margret Hartmann-Hafner dafür, dass die noch vorhandenen Gemälde sortiert und ihren Platz in der Mühle fanden. Auch der Arbeitsplatz des Malers blieb in der gewohnten Form erhalten.

Ferienpark "Gut Langen" nimmt konkrete Form an

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 11.07.2001

Der Bad Bentheimer Stadtdirektor, Jürgen Bußmann, ist "sehr sehr optimistisch", dass der geplante Ferienpark auch gebaut wird. Bei den geleisteten Vorlaufkosten in sechsstelliger Höhe werde sich der Projektentwickler "Hochtief" nicht mehr zurück ziehen. Das machten auch Vertreter des Unternehmens bei einem Besuch des Arbeitskreises "Freizeit, Tourismus und Heilbäderwesen" der CDU-Landtagsfraktion auf Gut Langen deutlich.

Von Irene Schmidt / Bad Bentheim. Auf dem Gelände Gut Langens will das Unternehmen "Hochtief" 250 Ferienhäuser auf rund 40 Hektar Fläche erbauen. Geplant sind auch ein Badesee und ein öffentliches Schwimmbad (die GN berichteten). Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 100 Millionen Mark. "Die Grundstücksfrage ist inzwischen vertraglich geregelt", berichtete der Bad Bentheimer Stadtdirektor gestern in einem Gespräch mit den GN. Zwischen dem Projektentwickler "Hochtief" und dem Betreiber "Gran Dorado" aus Groningen sei ein Vorvertrag geschlossen worden. Danach verpflichtet sich Gran Dorado, zehn Jahre lang den Ferienpark zu betreiben und hat die Option auf eine Vertragsverlängerung um weitere zehn Jahre. Inzwischen ist die Treuhand Oldenburg beauftragt worden, eine Liquiditäts- und Trustplanung vorzunehmen, und "Hochtief" hat begonnen, Finanzierungsgespräche zu führen. Gleichzeitig wird geprüft, ob es für die Realisierung des Ferienparks Möglichkeiten zur Förderung mit öffentlichen Mitteln gibt.
Voraussichtlich im kommende Herbst will "Hochtief" den Auftrag für die notwendige Umwektverträglichkeitsprüfung erteilen. Allein diese Prüfung dauert rund ein Jahr, eine komplette Vegetationsperiode lang. Voraussichtlich im Frühjahr 2003 kann dann das Raumordnungsprogramm abgeschlossen werden. Die Stadt Bad Bentheim strebe an, möglichst parallel das Flächennutzungsplan- und Bebauungsplanverfahren voranzutreiben, kündigte Bußmann an, "damit der zeitliche Abstand zwischen dem Abschluss des Raumordnungsverfahrens und des Bebauungsplans möglichst gering ist".
Je nachdem, wann die planungsrechtlichen Schritte beendet sind, also frühestens zwischen Frühsommer und Herbst 2003, kann "Hochtief" mit den Bauarbeiten beginnen. Davon abhängig ist auch der Eröffnungstermin, der laut Bußmann, sowohl im Frühjahr 2004 aber auch im Frühjahr 2005 liegen könnte. "Wenn der Park eröffnet wird, sollen dort keine Baumaschinen mehr stehen", erklärte Bußmann. Dies sei die klare Vorstellung des Projektentwicklers "Hochtief" und der Betreibergesellschaft "Gran Dorado".
Auch einen Namen hat der Ferienpark schon. Er soll "Landgut Bad Bentheim heißen", erklärten Projektleiter Karl Gajetzky und Jürgen Brüggemeyer von Hochtief vor wenigen Tagen während eines Besuchs des CDU-Arbeitskreises im idyllischen Waldgebiet bei Gut Langen. Auch der Baumbestand des Gutes solle "weitestgehend" erhalten werden.
Von dem Bau des Ferienparks werden etliche Handwerksbetriebe profitieren. Später sollen rund 40 Männer und Frauen im und für den Ferienpark arbeiten.
Für die Stadt Bad Bentheim könnte die Inbetriebnahme des Ferienparks in zwei bis drei Jahren einen positiven Nebeneffekt bieten. Da in der Ferienanlage ein neues Schwimmbad gebaut werden soll, das auch der Bad Bentheimer Bevölkerung offen steht, könnte das Freibad im Süden Bad Bentheims möglicherweise aufgegeben werden. Auf Nachfrage räumte Stadtdirektor Bußmann ein: "Es stellt sich in der Tat die Frage, ob man das Freibad in der Großen Maate dann noch braucht". Das alte Freibad ist schon seit Jahren renovierungsbedürftig. Auch wenn die Stadt sich bemüht, es funktionsfähig zu erhalten, erfüllt es doch nicht die Voraussetzungen, die heute an ein modernes Freibad gestellt werden.