Turmbau zu Bentheim: "Keine gestalterischen Experimente in der Innenstadt"

img_8503"Die CDU lehnt – wie weite Teile der Bevölkerung auch – einen Turmbau auf der Brachfläche neben dem Rathaus ab. Darum war auch keine Änderung des Bebauungsplanes an dieser Stelle nötig", erläutert Focko Wintels, baupolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, die Beschlusslage des Bauausschusses. Anders als in den Grafschafter Nachrichten vom vergangenen Mittwoch berichtet, habe der Bauausschuss eben noch keine Änderung des Bebauungsplanes beschlossen. Das wäre, so Wintels, nötig gewesen, falls man die Turmlösung hätte realisieren wollen. Nun gehe es um eine besonnene und verträgliche Lösung aus stadtplanerischer Perspektive. Dazu soll die Verwaltung einen geeigneten Vorschlag erarbeiten, der dann weiter zu diskutieren sein wird.

Die CDU hatte nach Vorstellung der ersten Pläne darauf bestanden, dass das Erscheinungsbild dieses Turmbaus durch ein Modell dargestellt wird, um ein klares Bild davon zu bekommen, wie sich das städtische Entree an dieser Stelle verändern würde. Das, was dort zu sehen war, konnte weder die Bürger noch die Politik als Lösung für diese Brachfläche überzeugen.

Die Vorwürfe des Architekten in Richtung CDU kann Wintels nicht nachvollziehen: "Es ist natürlich für einen Architekten schmerzhaft, wenn er feststellt, dass sein Projekt gestalterisch die Bevölkerung nicht überzeugen konnte. Es ist jedoch nicht unsere Aufgabe, den Architekten oder den Bürgermeister zufrieden zu stellen. Wir als CDU wollen wieder sicherstellen, dass der Bürgerwille mehr in den Vordergrund rückt. Gerade an dieser herausgehobenen Stelle der Stadt ist es besonders wichtig, keine gestalterischen Experimente zu wagen."