Kathrin Geerdes bei CDU-Neujahrsempfang: "Bildung first!"

„Betroffen, entsetzt und sprachlos“ – mit diesen Begriffen beschrieb Bürgermeister-Kandidatin Kathrin Geerdes ihre Eindrücke nach der Begehung der Realschule in Bentheim und der Grund- und Hauptschule in Gildehaus. Beim digitalen Neujahrsempfang der CDU Bad Bentheim machte sie vor rund 40 Teilnehmern deutlich, dass die dortigen Zustände „nicht hinnehmbar“ seien: „Es fehlen Räumlichkeiten an allen Ecken und Enden und der bauliche Zustand ist nicht nur unansehnlich, sondern teilweise sogar gesundheitsgefährdend.“ Die technische Ausstattung, zum Beispiel der Grund- und Hauptschule, sei abenteuerlich: „Was ich im Computerraum gesehen habe, kann man nur noch als Elektroschrott bezeichnen: von 20 Geräten funktionieren gerade einmal fünf. W-LAN ist nicht vorhanden. Die Lehrer müssen ihre privaten Handys nutzen, um Hotspots für die Geräte herzustellen. Das ist gerade in Coronazeiten und angesichts von bestehenden Förderprogrammen des Landes unfassbar.“

Der CDU-Vorsitzende Marcel Speker teilt die Einschätzung von Geerdes: „Wirwaren nach der Besichtigung der Räumlichkeiten wirklich geschockt. Unsere Kinder verdienen deutlich bessere Rahmenbedingungen. Deswegen haben wir uns mit FDP und Grünen auch auf vier Sofortmaßnahmen geeinigt, die kurzfristig für Verbesserung sorgen sollen. Insgesamt benötigen wir schnell eine Perspektive für die Schulen, wie es weitergehen soll.“ Für Kathrin Geerdes ist indes ganz klar: „Meine Botschaft lautet ganz klar: Bildung first!“
 
Doch es gebe auch weitere Themen, die nicht aus den Augen verloren werden dürften: „Handel, Landwirtschaft und Tourismus sind die wirtschaftlich relevanten Pfeiler in Bad Bentheim, die es weiter auszubauen und zu stärken gilt. Das gilt insbesondere jetzt, da diese Bereiche aktuell in der Corona-Krise am stärksten gebeutelt sind.“ Im Anschluss an Geerdes sprach Finanzminister Reinhold Hilbers zu den aktuellen Themen, insbesondere zur Corona-Situation im Land. Zu den Verzögerungen bei der Auszahlung der November-Hilfen zeigte er Verständnis für die Betroffenen: „Wir hätten uns auch gewünscht, dass es schneller geht.“ Letztlich seien IT-Probleme auf Seiten des Bundes für die Verzögerungen verantwortlich gewesen. In der anschließenden Diskussion machte Kathrin Geerdes noch einmal deutlich, dass die besten Lösungen am Ende des Tages nur gemeinsam und nicht gegeneinander gefunden werden könnten: „Für ein solches Klima der transparenten Zusammenarbeit im Rat möchte ich mich einsetzen.“