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CDU sieht Fragezeichen bei der Finanzierung des Grundschulneubaus

An Gelder aus dem Konjunkturpaket herankommen

Nach Ansicht der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bad Bentheim gibt es in Zusammenhang mit dem Neubau der Grundschule am Schürkamp noch „einige Fragezeichen”.  Es sei nicht geklärt, ob die Maßnahme bereits 2010 und 2011 bezahlt werden könne, sagte der Fraktionsvorsitzende Hermann Schulze-Berndt. So wisse man nicht, wie sich die Steuereinnahmen der Stadt angesichts der Finanzkrise entwickelten oder ob es genügend Zuschüsse gebe. Wünschenswert sei der Versuch, „an Gelder aus dem Konjunkturpaket heranzukommen oder eine andere Förderung zu erreichen”.

Die CDU habe das Vorhaben im Rahmen des Stadtentwicklungsprozesses begrüßt, „allerdings  unter der Voraussetzung, dass die Finanzierung vertretbar ist”, sagte Schulze-Berndt.  Hier gebe es noch Informations- und Beratungsbedarf. Eine hohe Verschuldung müsse vermieden werden.

Kritik übte der Christdemokrat am bisher vorliegenden Zahlenmaterial.  Der eine Experte spreche von Baukosten in Höhe von 3,2 Millionen Euro, der andere von 5,8 Millionen Euro.  „Diese Kluft ist viel zu groß”, erklärte Schulze-Berndt.  Es sei unverzichtbar, sich vor Beginn der Planung auf einen Kostendeckel festzulegen, ähnlich wie dies beim Kombi-Bad geschehen sei.

Unklar sei darüber hinaus, was an der Marktstraße geschehen solle, wenn die Schule an den Schürkamp gezogen sei.  Bisher habe die Stadtverwaltung nur „vage Andeutungen” gemacht. Genaue Aussagen über Pläne oder Investoren fehlten noch.

"Ortsausgangsschild verlegen"

CDU reagiert auf Stellungnahme von "Pro Bahn"

Der Vorsitzende des städtischen Ausschusses für Planung, Bau und Umwelt, Reinhard Bonke (CDU), hat den Vorstoß des Vereins "Pro Bahn" zur Verkehrslage an der L 39 begrüßt:  "Wir haben bereits vor Jahren beantragt, dass das Ortsausgangsschild nach Westen bis zur Einmündung Gronauer Straße/Alter Kamp verlegt wird".  Weil an der Stelle keine geschlossene Bebauung  vorhanden sei, lehne der Landkreis diesen Vorschlag bislang allerdings ab.

Eine Ampel im Kreuzungsbereich Gronauer Straße ist nach Ansicht von Reinhard Bonke  ebenso wie ein Kreisverkehr "sinnvoll und wünschenswert". Der Vorsitzende des Bauausschusses: "Wir sind ebenfalls für eine solche Maßnahme, der Kreis lehnt jedoch bislang eine Ampel ab, da dort kein Unfallhäufungspunkt ist, ein Kreisverkehr kommt derzeit aus Kostengründen nicht in Betracht, da die Stadt ihn komplett bezahlen müsste."

Eine Fußgängerampel hält Bonke an der Abzweigung Gronauer Straße "nicht unbedingt für sinnvoll".  Nützlicher sei, im Bereich Ohmsstiege/Milkmannstraße eine Fußgängerampel einzurichten.  Denn dort finde der Querungsverkehr zur Schule, zum Kindergarten, zum Sportplatz und zum Bürgergarten statt.

Nach Meinung des stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion, Heiner Beernink, besteht auch an der Suddendorfer Straße Handlungsbedarf.  Dort müsse das Ortseingangsschild nach Osten verschoben werden.  Beernink:  "Zur Zeit steht das Schild erst am Friedhof, sodass die Leute aus dem Malerviertel unvermittelt auf eine Kreisstraße mit Tempo 100 einbiegen, wenn sie ihr Wohngebiet verlassen."

Hilbers: Bildung bleibt der Schlüssel

 

Die Förderung von Bildung und Wissenschaft bleibt der Schlüssel für eine gute Zukunft in Niedersachsen. Diese Meinung vertrat der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers (Lohne) während einer Mitgliederversammlung der Grafschafter CDU.  Der Politiker, der auch Mitglied der christdemokratischen Programmkommission auf Landesebene ist,  stellte den inhaltlichen Entwurf seiner Partei zur Landtagswahl 2008 vor. Die endgültige Verabschiedung ist für einen Landesparteitag am 21./22. September vorgesehen. 

Für die Schulreform, den Abbau der Bürokratie, die Förderung des Mittelstandes und die Senkung der Neuverschuldung habe man zwar "schon viel erreicht", erklärte Hilbers. Doch bleibe "noch eine Menge Arbeit, um weitere Fortschritte zu erreichen".  Als Beispiel nannte der Christdemokrat die Verbesserung der frühkindlichen Bildung. Man habe das dritte und letzte Kindergartenjahr nicht nur deswegen beitragsfrei gestellt, um jungen Eltern finanziell zu helfen, sondern auch, um schon vor der Grundschulzeit "behutsam damit anzufangen, möglichst vielen Jungen und Mädchen wichtige Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln".  Der Programmentwurf, so der Abgeordnete, kündige an, dass in der nächsten Legislaturperiode des Landtages auch das erste und zweite Kindergartenjahr beitragsfrei gestellt würden.

Mittelfristig, so Hilbers, wolle die CDU in den Schulen die Klassen kleiner machen, indem bei nachlassender Geburtenzahl die Lehrerstunden unverändert blieben.  Außerdem halte man am gegliederten Schulwesen fest.  Die "Einheitsschule" nach sozialdemokratischer Lesart sei besonders für den ländlichen Raum schädlich, weil sie die Existenz bestehender Schulen gefährde. Nachdrücklich warnte Hilbers davor,  "die Hauptschule tot zu reden".  Erstens müsse man den eingeleiteten Reformen "noch Zeit geben, damit sie wirken können".  Zweitens sei eine "optimale Förderung" auch für 20 Prozent eines Jahrgangs immer noch besser als das "Mischmasch einer Einheitsschule".

Wirtschaftlich werde es bei nachlassenden Geburtenzahlen nur dann Wohlstand geben, wenn es gelinge, die Produktivität zu steigern, betonte der Parlamentarier.  Dafür seien neue Erzeugnisse und Ideen unerlässlich.  Die CDU wolle darum den Innovationsfonds des Landes auf 100 Millionen EURO pro Jahr erhöhen und zugleich die Mittel für Wirtschaftsförderung aufstocken.

Ausdrücklich ging Hilbers auch auf den Tourismus ein. Für die Grafschaft Bentheim stelle er einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.  So nehme die "Kanalvision" für Nordhorn dadurch konkretere Formen an, dass durchgängig befahrbare "Gewässersysteme" finanziell unterstützt werden sollten.

Die Mitgliederversammlung beriet zwei vorliegenden Änderungsanträge zum Programmentwurf. Der Kreisverband der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft hatte einen Abschnitt gegen "Lohndumping" vorgeschlagen, die Seniorenunion sich für Maßnahmen zur Entlastung pflegender Angehöriger und zur Förderung der Altersforschung ausgesprochen. Beide Anträge fanden die einhellige Zustimmung der Versammlung.

Sozialpädagoge für Hauptschule in der Grafschaft in Bad Bentheim und Nordhorn

Hilbers: "Sozialarbeit bringt vielfältige Fördermöglichkeiten und erhöht die Abschlusschancen"

"Die Elisabeth-Schule in Nordhorn und der Förderverbund in Bad Bentheim  können im kommenden Schuljahr Sozialarbeit zur Unterstützung des Unterrichts einsetzen. Das teilte der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers heute mit. Das Niedersächsische Kultusministerium hat dafür eine Förderung im Rahmen des Programms zur Profilierung der Hauptschule bewilligt", teilte der CDU-Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers weiter mit. In Zusammenarbeit mit den Städten Bad Bentheim und Nordhorn können nun je ein Sozialpädagogin oder ein Sozialpädagoge eingestellt werden. Landesweit verfügten damit über 90 Prozent der Hauptschulstandorte  über sozialpädagogische Fachkräfte. Bis 2008 sollen alle Hauptschulen des Landes entsprechend ausgestattet werden. Auf Antrag der Fraktionen von CDU und FDP in Niedersachsischen Landtag wurden Hausmittel für 73 zusätzliche Sozialarbeiter an vornehmlich Hauptschulen bereitgestellt, sagt Haushälter Reinhold Hilbers.

"Durch die unterrichtsunterstützende und unterrichtsergänzende Tätigkeit der Sozialpädagogen können die Hauptschülerinnen und Hauptschüler in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und gezielt auf die Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt vorbereitet werden. Das haben die Experten auf der CDU-Klausurtagung im Herbst eindeutig bestätigt", hob Hilbers hervor. "Gerade hinsichtlich schulischer Leistungsdefizite, im Sozialverhalten sowie in der Berufsorientierung ergeben sich vielfältige Fördermöglichkeiten in Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern", so Hilbers. Vor dem Hintergrund der erneut sehr pauschal geführten Diskussion rund um die Schulstruktur und die Hauptschulen setze die Landesregierung mit dem Hauptschulprofilierungsprogramm auf Initiative der Landtagsfraktionen von CDU und FDP ein eindeutiges bildungspolitisches Signal für diese Schulform, ihre Schülerinnen und Schüler, ihre engagierten Lehrkräfte und die ausbildende Wirtschaft, so Hilbers.

Bad Bentheim – Die zu grüne Stadt?

In vielen Gesprächen haben unsere Ratsmitglieder und Ratskandidaten in den letzten Tagen eine Sorge vernommen: Das Erscheinungsbild unserer Stadt. Sogar zu den Plakaten wurde die Bitte gefügt, sich für den Schoßpark einzusetzen. mehr…

Zum Nachlesen: Der Bürgerbote vom 17. Juli 06

Bürgermeisterwahl am 10. September :
Günter Alsmeier
ist der Kandidat der CDU

Bad Bentheim. Der 59jährige Diplom-Finanzwirt und Betriebswirt Günter Alsmeier (CDU) soll nach dem Willen seiner Partei nach dem 10. September hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Bad Bentheim bleiben. mehr…

Neubürger sollen in Bad Bentheim „Schecks" erhalten – Stadt will Begrüßungsaktion starten

Artikel von Peter Zeiser aus den Grafschafter Nachrichten vom 6. August 2002

Bad Bentheim. Die Einwohnerzahl der Stadt Bad Bentheim hat die 15000 gerade überschritten (die GN berichteten). Ein Zufall ist es nicht, dass eine niederländische Familie für das Erreichen dieser Zahl gesorgt hat, denn die großen Neubaugebiete der Stadt – derzeit vor allem in Gildehaus – sind seit einiger Zeit Anziehungspunkt für zahlreiche Häuslebauer aus dem Nachbarland. Kirchengemeinden, Parteien, Schulen, Vereine und Verbände bereiten deshalb für Sonnabend, 7. September, einen „Willkommenstag" in Gildehaus vor unter dem Motto „Gemeinsames Zugehen auf Zugezogene".

Im Rathaus werden diese Integrationsbemühungen ausdrücklich begrüßt. Auch dort wird überlegt, wie den neuen Mitbürgern – das sind nicht nur Niederländer – der Neuanfang erleichtert werden kann. Erörtert wird derzeit, wie diesem Personenkreis künftig die öffentlichen Einrichtungen der Stadt, aber auch die vielfältigen Angebote von Handel, Handwerk, Gewerbe und Gastronomie näher gebracht werden können. Gedacht wird daran, Neubürgern ein so genanntes Willkommens-Scheckheft mit Gutscheinen zu überreichen. Es soll ihnen bei der Anmeldung im Einwohnermeldeamt überreicht werden und dem Inhaber beispielsweise einmalige Vergünstigungen für einen Besuch von Bädern, Burg, Museen oder weiteren Einrichtungen bieten.

Vergleichbare Angebote für Neubürger kann sich die Stadt Bad Bentheim auch im kommerziellen Bereich vorstellen. Bürgermeister Günter Alsmeier hat deshalb an insgesamt 200 Gewerbebetriebe und Gastronomen geschrieben, um zu erfahren, ob es eine Bereitschaft zum Mitmachen gibt. Die Adressaten werden gefragt, ob sie sich eine Beteiligung an einer solchen Gemeinschaftsaktion vorstellen können. Die ersten, positiven Antworten sind bereits bei der Verwaltung eingegangen.
Im Rathaus wird gedacht an „Preisnachlässe, kleine Präsente oder Überraschungen, die anziehend auf die neuen Einwohner wirken und die Neugierde wecken". Um eine Antwort beziehungsweise ein konkretes Angebot für Neubürger bittet der Bürgermeister spätestens bis zum kommenden Sonnabend, 10. August.

Günter Alsmeier: Aufwärts mit Bad Bentheim!

In meiner Antrittsrede als Bürgermeister vor 4 1/2 Jahren bezeichnete ich die Konsolidierung der Finanzen als wichtigste Aufgabe der Legislaturperiode. Dabei habe ich einer Aufgabenreduzierung und Privatisierung das Wort geredet und in dem Zusammenhang die Abwasserbeseitigung, die Dorfgemeinschaftshäuser, Sportplätze und den Fremdenverkehr genannt.

Die Abwasserbeseitigung wurde auf den Trink- und Abwasserverband übertragen. Das Dorfgemeinschaftshaus Sieringhoek betreibt der Schützenverein. TuS und SV haben in Eigenregie Sportplätze und Umkleidegebäude errichtet. Der SV baut in diesem Jahr das Vereinsheim auf eigene Rechnung. Die SG hat in bewährter Art die Flutlichtanlage selbst installiert. Der Fremdenverkehr wird mit einem Eigenbetrieb gestaltet.

Zu Beginn der Legislaturperiode drohte uns eine Schuldenlast von 41,5 Mio. DM. Am Ende des Haushaltsjahres 2001 werden die Schulden unter 17 Mio. DM. betragen. Der Zinsaufwand in diesem Jahr wird bei 1 Mio. DM liegen. 1996 waren es 2,2 Mio. DM mit steigender Tendenz.

Aber die Zeit der Haushaltskonsolidierung ist noch lange nicht vorbei. Der Vermögenshaushalt 2001 finanziert sich mit 3 Mio. DM fast zur Hälfte aus Grundstücksverkäufen. Hinzu kommen 400.000 DM für die Verwertung von Ökopunkten aus dem Konto Syenvenn. Nur rund 13 % dieses Erlöses werden zur Tilgung von Schulden verwandt. Deshalb dürfen wir im bevorstehenden Wahlkampf nicht leichtfertig Versprechen machen, die nach der Wahl nicht eingehalten werden können. Wer mit dem Füllhorn über das Land geht, versündigt sich an der Zukunft.

Und trozdem geht es aufwärts in unserer Stadt:
– 16 % mehr Übernachtungen im Jahr 2000,
– immer mehr Tagesgäste,
– viel Burg- und Stadtführungen,
– großer Ferienpark bei "Gut Langen" in Sicht,
– Verbesserungen am Kurbad,
– zusätzliche Rad- und Wanderwege,
– mehr als 5000 Arbeitsplätze in Bad Bentheim,
– neue Räume für städtische Schulen (Klassenzimmer, Pausenhallen),
– mehr Geld für Kinderspielplätze,
– Erweiterung und Renovierung des Kindergartens an der Ernst-Buermeyer-Straße,
– neue Räume und Fahrzeuge für die Feuerwehren,
– Fortsetzung der Innenstadtsanierung,
– neue Straßenbeleuchtungen an der Hengeloer Straße in Gildehaus sowie an der Suddendorfer Straße in Bentheim,
– rege ehrenamtliche Tätigkeit z.B. in den Vereinen und Kirchenengemeinden,
– neues Sandsteinmuseum am Schlosspark, Sanierung des geologischen Freiluftmuseums in Gildehaus,
– Wohnbauflächen am Weidenweg, an der Müst, bei Pieper-Werning und am "Alten Kamp",
– neue Flächen für Gewerbebetriebe am Bahnhof,
– erfolgreiche Vermarktung des Gewerbegebietes an der K26/A30 in Westenberg,
– Geld für neue Sportplätze und Vereinsräume,
– Eröffnung des Otto-Pankok-Hauses in Gildehaus,
– Einrichtung eines Kulturetats.

Glücklicherweise ist das alles nicht nur "auf dem Mist" der CDU gewachsen. Das zu behaupten, wäre vermessen. Die Stadtverwaltung, der Stadtrat, der Landkreis und viele Bürgerinnen und Bürger haben ihre Anteile an den Fortschritten. Als Mehrheitsfraktion im Rat hat die CDU die Weichen gestellt und entsprechende Beschlüsse ermöglicht. Weil nicht soviel Geld da war und ist, wie wir uns das eigentlich wünschen, konnten nicht alle Sachen erledigt werden. Aber wenn wir den eingeschlagenen Kurs fortsetzen, geht es weiter aufwärts!

Stadt saniert Bürgergarten und Schlosspark

Von Peter Zeiser
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 21.04.2001

Bad Bentheim. Mit der grundlegenden Renovierung der beiden Parkanlagen, die vom städtischen Eigenbetrieb Fremdenverkehr finanziert wird, befassen sich die Bad Bentheimer Ratsgremien schon seit längerem. Sie wird für dringend erforderlich gehalten, um die Substanz der Anlagen zu erhalten und ihre Attraktivität für Bürger und Gäste zu erhöhen. Aus eigener Kraft kann die Kommune die beiden Projekte jedoch nicht verwirklichen. Sie ist auf Zuschüsse angewiesen.

Für den Bürgergarten liegt inzwischen ein Zuwendungsbescheid des Amtes für Agrarstruktur vor. Danach übernimmt die Europäische Union über das Förderprogramm "Pro Land" die Hälfte der veranschlagten Kosten von rund 150000 Mark. Ende Mai oder Anfang Juni wird mit der Maßnahme begonnen.

Ebenso wie beim Schlosspark ist der Bad Bentheimer Landschaftsplaner, Diplom-Ingenieur Heiner Monninkhof, mti den fachlichen Vorbereitungen beauftragt worden. Vorgesehen ist im Bürgergarten, verschiedene Sandsteintrockenmauern in Stand zu setzen. Der Arbeitsaufwand ist dabei sehr unterschiedlich. So müssen in einigen Bereichen nur kleinere Reparaturen vorgenommen werden, während die Trockenmauern an anderen Stellen vollständig abgetragen und neu aufgeschichtet werden müssen. Teilweise sind Wurzeln zu entfernen und die obersten Mauerschichten mit Mörtel zu befestigen. Geplant ist ferner, die Waldwege auszubessern und dort Gefahrenstellen zu beseitigen. Die Wege sollen auf jeden Fall in ihrer "natürlichen Art" erhalten bleiben. Außerdem wird die "landschaftsuntypische" Fichtenschonung unterhalb der Sichtschneise am Mühlenberg beseitigt und durch standortgerechte Laubgehölze und Sträucher ersetzt.

Den Schlosspark will die Stadt in zwei Bauabschnitten sanieren. Die Kosten für den ersten Abschnitt werden mit rund 520000 Mark, die für den zweiten mit rund 220000 Mark beziffert. Bei der Bezirksregierung wurden für das Projekt inzwischen Landesmittel beantragt. Auch beim Landkreis wird Bad Bentheim nach Auskunft von Stadtdirektor Jürgen Bußmann vorstellig werden und einen Antrag auf Wirtschaftsfördermittel stellen. Zur Begründung wies Bußmann gegenüber den GN darauf hin, dass der Fremdenverkehr ein wichtiger Bestandteil der städtischen Wirtschaftsförderung sei. Rund 1700 der 4500 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Bad Bentheim seien direkt oder indirekt vom Fremdenverkehr abhängig.

"Wir rechnen uns gute Chancen auf Fördermittel aus", so der Stadtdirektor weiter. Sollte bis Mitte August noch keine Entscheidung der Zuschussgeber vorliegen, werde die Stadt die Zustimmung der Zuschussgeber zum vorzeitigen Baubeginn einholen, da die Maßnahme nicht mehr aufgeschoben werden könne.

Den ersten Bauabschnitt will die Stadt bis zum Beginn der übernächsten Fremdenverkehrssaison im Mai des kommenden Jahres verwirklichen. Er umfasst den historischen Bereich des Schlossparks direkt unterhalb der Burg, wobei der Parkplatz ausgenommen ist. Die Planungen sehen vor, die teilweise erheblich beschädigten Gehwege neu zu pflastern sowie das Parkmobiliar (Sitzbänke , Tische, Papierkörbe) und die Beleuchtung zu erneuern. Außerdem soll das WC-Gebäude innen und außen vollständig saniert werden. Dabei ist unter anderem geplant, das Klinkermauerwerk zu verputzen, eine neue Dachvertäfelung anzubringen und die Fenster zu erneuern. Beim Toilettengebäude soll zudem eine "Entsorgungsmöglichkeit" für Wohnmobile und Busse geschaffen werden.

Im zweiten Bauabschnitt, mit dem frühestens im nächsten Jahr begonnen werden kann, soll dann der nördliche, zur Rheiner Straße (L39) hin gelegene Bereich des Schlossparks in Stand gesetzt werden. Erforderlich ist auch dort vor allem die Erneuerung der Wege.

Möglicherweise werden künftig im Schlosspark Kunstobjekte ausgestellt. Der Stadt liegt jedenfalls seit einiger Zeit ein entsprechendes Angebot des Bildhauers Wilfried Koch vor. Er ist bereit, Bronzeskulpturen zunächst als befristete Leihgabe im Schlosspark zu präsentieren. Koch wurde 1929 in Duisburg geboren und setzte nach seiner künstlerischen Ausbildung am Städelschen Kunstinstitut Frankfurt seine Studien für Glasmalerei, Fresko, Mosaik und freie Malerei bei Willi Baumeister und R. Henninger an der Kunsthochschule Stuttgart fort. Seit 1982 widmet er sich der Bildhauerei. Er gestaltet Skulpturen von Menschen in emotionalen und existenziellen Grenzsituationen. Im Jahre 2002 will der Künstler in Italien ausstellen. Wie er die Stadtverwaltung wissen ließ, habe er für das Jahr 2003 noch keine Ausstellung geplant. Einen Namen gemacht im In- und Ausland hat sich Koch auch als Kunsthistoriker.

Alsmeier setzt auf Kooperation im Rathaus

CDU-Ortsverband Bad Bentheim wählte 54-Jährigen gestern abend zum Bürgermeister-Kandidaten

Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 29.03.2001

Bad Bentheims ehrenamtlicher Bürgermeister Günter Alsmeier tritt für die CDU als Kandidat für das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt an. Der CDU-Ortsverband nominierte den 54-jährigen Finanzbeamten gestern abend fast einstimmig — mit 41 Ja- und einer Nein-Stimme. Der Kandidat setzt auf Kooperation in Rat und Verwaltung: Ihre Chancen könne die Stadt nur nutzen, wenn alle Fraktionen zusammenarbeiten.

Von Peter Zeiser

Bad Bentheim. Vor seiner Wahl in der Gaststätte Schulze-Berndt hatte sich Alsmeier den CDU-Mitgliedern als erfahrener Kommunalpolitiker vorgestellt, der seine politischen Aktivitäten nach der Wehrdienstzeit begann und unter anderem 1967 einen neuen Ortsverband der Jungen Union gründete. Seit Jahrzehnten ist Alsmeier in zahlreichen Gremien der Stadt tätig und seit 1996 auch im Kreistag.
Die Verwaltungsreform fortsetzen und die Bürgernähe weiter verbessern — darin sieht der 54-Jährige ebenso einen Schwerpunkt in der künftigen Arbeit wie in der weiteren Konsolidierung der städtischen Finanzen. „Wer mit dem Füllhorn über Land geht, versündigt sich an der Zukunft", sagte er und wollte damit deutlich machen, dass die Zeit sparsamen Wirtschaftens noch lange nicht vorbei ist.
Trotzdem geht es nach den Worten des CDU-Kandidaten in vielen Bereichen der Stadt aufwärts. Ein Beispiel dafür sei der Fremdenverkehr. Die Zahl der Übernachtungen (plus 16 Prozent im vorigen Jahr) und der Tagestouristen steige. Zu diesem Erfolg hätten viele Bürgerinnen und Bürger, örtliche Vereine und Organisationen beigetragen.
Plangemäß verliefen die Vorbereitungen für den Ferienpark beim Gut Langen, wo die Hochtief AG und die niederländische Gran-Dorado-Gruppe 250 Ferienhäuser errichten wollen. Im nächsten Jahr soll Alsmeier zufolge mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Eröffnung des Parks werde zum 1. Mai 2003 angestrebt.
Einstellen müsse sich auch der Tourismus vor Ort auf die zunehmende Zahl alter Menschen, deren Bedürfnisse „Gesundheit und Kultur, Qualität und Niveau" seien. Hochtief und Gran Dorado seien deshalb gute Partner, weil sie diesen hohen Ansprüchen gerecht werden wollten. Auch die Thermalsole- und Schwefelbad GmbH passe sich dieser Tendenz an. Dort sei die Entwicklung weiterhin positiv, seien weitere Baumaßnahmen geplant, um die Anziehungskraft des Bades zu erhöhen. Die Stadt müsse weiter in ihre touristische Infrastruktur investieren. Dazu gehörten etwa die Pflege der vielen Rad und Wanderwege und die Renovierung von Schlosspark und Bürgergarten. Als weiteres wichtiges Thema nannte Alsmeier die Entwicklung der Arbeitsplätze. In der Stadt wohnten 4100 Beschäftigte, denen vor Ort 4600 Arbeitsplätze zur Verfügung stünden. „Diese positive Statistik kann uns nicht ruhen lassen." Gerade die Jugend und junge Familien bräuchten Perspektiven vor Ort, wenn es um Ausbildungs- und Arbeitsplätze gehe. Das Gewerbegebiet an der A 30 in Westenberg, wo zurzeit rund 500 Menschen beschäftigt seien, werde erneut erweitert. Weitere Gewerbeflächen stünden nördlich des Bahnhofs stadtnah zur Verfügung, neue könnten an der Ochtruper Straße im Süden der Stadt entstehen.
Der CDU-Kandidat sprach in seiner Rede auch eine Reihe von Projekten an, die die Stadt in den vergangenen Jahren verwirklicht hat. Dies sei nötig gewesen, weil der Rat zu Beginn der noch laufenden Legislaturperiode vor einem riesigen Investitionsstau gestanden habe, etwa bei den Kinderspielplätzen, bei den Grund- und Hauptschulen und bei den Feuerwehren. Viel erreicht worden sei auch durch die Sanierung der Innenstadt. In den nächsten fünf Jahren sollte die Stadt die Sanierung trotz fehlender Unterstützung durch das Land zum Abschluss bringen. Einige Straßen und Stiegen warteten dringend auf die Erneuerung.
Der CDU-Kandidat ging auch kurz auf die Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit ein, die in zahlreichen Vereinen und Verbänden in der Stadt in vielfältiger Weise geleistet werde. Beachtliches werde insbesondere für Kinder und Jugendliche getan. Die Stadt werde diese Arbeit auch künftig in besonderer Weise finanziell unterstützen.
Die Wahl des hauptamtlichen Bürgermeisters schaffe für die Bürger, den Rat und die Verwaltung eine neue Situation, die es erlaube, auf Bewährtem aufzubauen, aber auch Neues zu wagen, sagte Alsmeier zum Abschluss seiner Vorstellungsrede. Die neue Konstellation und die Beteiligung auch neuer Ratsnutglieder böten die Chance, „mit frischem Wind die Zukunft zu gestalten".
Vorgeschlagen worden war der 54-Jährige von Vorstand und Ratsfraktion der CDU. Die Ortsvorsitzende Bärbel Karkossa sagte, Alsmeier sei anerkannt und beliebt in der Bevölkerung und „unerhört fleißig". Die CDU sei stolz und froh, so einen Kandidaten zu haben.

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